Diskussion

Vier-Tage-Woche – können wir uns weniger Arbeit leisten?

Freitag, 24.5. | 14:15 - 15:45 Neue Aula

In jüngeren Generationen spielt die Work-Life-Balance eine immer größere Rolle, damit einher geht auch der Wunsch nach weniger und flexibleren Arbeitszeiten. In diesem Zuge ist die Vier-Tage-Woche in aller Munde, die bereits in einigen Pilotstudien getestet wurde. In unserer Podiumsdiskussion streiten Ökonomie- und Arbeitsmarkt-Expert*innen über Chancen und Risiken einer solchen Arbeitsmarkt-Reform. Kann die Vier-Tage-Woche den Fachkräftemangel lindern oder verschärft sie das Problem? Welche Auswirkungen hat sie auf die Produktivität und wie steht es um die Realisierbarkeit in unterschiedliche Branchen? Kann sich eine 4-Tage Woche positiv auf die mentale Gesundheit und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz auswirken? Und was zeigen uns die Erfahrungen aus anderen Ländern? Diese Fragen zur verkürzten Arbeitswoche stehen im Zentrum unserer Podiumsdiskussion.

© Andrea Hammermann

Dr. Andrea Hammermann

Senior Economist für Arbeitsbedingungen und Personalpolitik am Institut der deutschen Wirtschaft

Andrea Hammermann studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln und promovierte an der RWTH Aachen im Bereich Personalökonomik zu den Wirkungsweisen nicht-monetärer Anreize auf die Arbeitsleistung. Nach einer Beratungstätigkeit arbeitet Frau Hammermann seit 2013 im Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Frau Hammermann ist Senior Economist im Themencluster „Arbeitswelt und Tarifpolitik“ des IW mit dem Forschungsschwerpunkt im Bereich der betrieblichen Personalpolitik. Aktuelle Untersuchungen beschäftigen sich dabei insbesondere mit der Frage, wie ein erfolgreiches und zukunftsfähiges Personalmanagement in Zeiten des demografischen und digitalen Wandels aussehen kann.

© Hannah Schade

Dr. Hannah Schade

Arbeitspsychologin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

Dr. Hannah Schade ist Arbeitspsychologin. Nach ihrem Studium in Sozialwissenschaften absolvierte sie einen Forschungsmaster in Sozialpsychologie an der Freien Universität in Amsterdam und promovierte an der Humboldt Universität in Berlin. Heute arbeitet sie am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund und forscht zur flexiblen Verhaltenssteuerung. Die Forschung beleuchtet die Zusammenhänge zwischen den sich verändernden Arbeitsstrukturen und -umgebungen sowie den Auswirkungen auf die Mitarbeiter*innen. Dr. Hannah Schade beschäftigt sich mit der Frage, wie die Arbeitsumgebung dazu beitragen kann, Burnouts und Erholungsdefizite zu verhindern. Dabei setzt sie sich unter anderem mit der Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Selbstregulierung der Mitarbeiter*innen in diesen Arbeitsumgebungen auseinander.

© Walter Serif

Walter Serif

Moderator – Redakteur für Politik und Wirtschaft beim Mannheimer Morgen

Walter Serif (62) ist seit 1991 Redakteur beim Mannheimer Morgen und arbeitet für die Ressorts Politik, Südwest und Wirtschaft. Er studierte an den Universitäten Heidelberg und München Politikwissenschaft, Englische Literaturwissenschaft und Amerikanische Kulturgeschichte.

© Eike Windscheid-Profeta

Dr. Eike Windscheid-Profeta

Leiter des Referats "Wohlfahrtsstaat und Institutionen der Sozialen Marktwirtschaft" in der Hans-Böckler-Stiftung

Eike Windscheid-Profeta studierte Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Arbeitssoziologie an den Universitäten Osnabrück und Bamberg. Am Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft an der Uni Bamberg promovierte er zu betrieblicher Wiedereingliederung nach psychischer Erkrankung. Aktuell leitet Herr Windscheid-Profeta in der Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung das Referat Wohlfahrtsstaat und Institutionen der Sozialen Marktwirtschaft und forscht zu betrieblichen Arbeitszeitmodellen.